Wirtschaftspolitische Positionen des VDMA Großanlagenbaus

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Die im VDMA organisierten Maschinen- und Anlagenbauer skizzieren den aus ihrer Sicht dringlichen politischen Handlungsbedarf in gemeinsamen wirtschaftspolitischen Positionen.

Engagierte politische Interessenvertretung für den Großanlagenbau

Das zentrale Betätigungsfeld der politischen Interessenvertretung des VDMA Großanlagenbaus ist die Steuer- und Außenwirtschaftspolitik. Eine hochrangige Delegation des VDMA, angeführt von Dr. Christian Bruch (Linde), warb beim Exportdialog des BMWi im Juni 2018 in Berlin für spürbare Verbesserungen der Rahmenbedingungen im Bereich der Exportkreditversicherung und -finanzierung. VDMA Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann betonte die Bedeutung der EPC-Fähigkeit für die Branche und erinnerte die Politik an die Handlungsempfehlungen aus einer eigenen (BMWi-)Studie, an der die AGAB maßgeblich mitgewirkt hat.

Aus den gerade im EPC-Geschäft wichtigen Handlungsfeldern Außenwirtschaft und Steuern befassen sich die spezifischen politischen Positionen des Großanlagenbaus mit Aspekten der Finanzierung und Exportkreditversicherung. Sie thematisieren aber auch Randbedingungen, die während der Projektabwicklung von hoher Bedeutung sind. Hierzu zählen etwa sachgerechte Lösungen zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen oder die für manche deutschen Standorte existentiellen Herausforderungen im Schwergut- und Großraumtransport.

Wichtige Handlungsfelder in der Exportkreditversicherung von Großprojekten sind aus Sicht des Großanlagenbaus:

  • Eine spürbare Erhöhung des deckungsfähigen Anteils lokaler Kosten in der OECD durchsetzen.
  • International durchsetzen, dass staatliche Exportförderung weltweit einem gemeinsamen Regelwerk folgt. Dies gilt nicht nur für Nicht-OECD-Staaten, sondern in zunehmendem Maße auch für OECD-Mitglieder.
  • Bei der in der OECD anstehenden Überarbeitung der Common Approaches die Umwelt- und Sozialstandards so festlegen, dass sie für den Anlagenbau handhabbar sind und nicht zu einem Nachteil deutscher Unternehmen gegenüber solchen Wettbewerbern führen, die nicht daran gebunden sind. 
  • Bei der Ausgestaltung übergreifender Regelwerke wie z. B. Geldwäschebestimmungen oder Wirtschaftsembargen die praktische Umsetzung im Blick halten und Abweichungen zwischen europäischen und US-amerikanischen Vorgaben auf ein Minimum reduzieren.

    Die politischen Positionen zur Außenwirtschafts- und Steuerpolitik sind auf dieser Seite als Download erhältlich.

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