Erste Erfolge bei der Flexibilisierung des Hermes-Instrumentariums

@spectraldesign - Fotolia

Die deutsche Hermesdeckung muss große Investitionsgüterprojekte gerade in schwierige Märkte begleiten können!

Der VDMA-Großanlagenbau erkennt ausdrücklich die aus dem sehr konstruktiven Dialog der letzten Jahre entstandenen jüngsten Reformen des Bundes an, die in zentralen Bereichen der Exportfinanzierung und der Exportkreditversicherung insbesondere die Flexibilität und damit die Praktikabilität des bestehenden Instrumentariums signifikant erhöht haben. Neben der 49Plus-Regelung zur Vereinfachung der Indeckungnahme ausländischer Liefer- und Leistungsanteile, die gerade im internationalen Projektgeschäft des Großanlagenbaus typisch sind, ist hier vor allem das neue Instrument der Voranfrage zu nennen, das sich zu Recht sehr rasch etabliert hat.

Es wäre jedoch verfehlt, sich auf diesen ersten Erfolgen auszuruhen. So wird sich die Bunderegierung gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Welle der Digitalisierung, die derzeit bereits massiv auch die Geschäftsprozesse bei Banken und Versicherungen verändert, die Frage stellen müssen, inwieweit diese Entwicklung einer grundlegenden Reform des Hermesinstrumentariums und einer Verschlankung und Beschleunigung der Prozesse für alle Beteiligten förderlich sein kann. Denn gerade der internationale Wettbewerb zwischen den Exportkreditagenturen hat sich verschärft, auch innerhalb der OECD.

Nationale Reformen sind notwendig und wichtig, aber für das internationale Projektgeschäft des im VDMA organisierten Großanlagenbaus gilt maßgeblich der Rahmen der Außenwirtschaftsförderung, der von der OECD gesetzt wird. Der VDMA Großanlagenbau begrüßt daher, dass der Bund sich verstärkt im Rahmen der OECD für eine Neuregelung der "lokale Kosten"-Bestimmungen für Exportkreditgarantien einsetzt.