Politische Positionen des VDMA Großanlagenbaus

@ Thyssenkrupp

Die Unternehmen des Großanlagenbaus fordern faire politische Rahmenbedingungen, die mit den tiefgreifenden Veränderungen im globalen Projektgeschäft Schritt halten.

OECD-Konsensus reformieren!

In den letzten Jahren hat sich ein fataler Konditionenwettlauf durch Finanzierungsinstrumente ausgebreitet, die nicht dem OECD-Konsensus unterliegen. Von einem „Level Playing Field“ kann deshalb vor allem im Großanlagenbau, der aufgrund der Besonderheiten seines Projektgeschäfts auf weltweit vergleichbare Rahmenbedingungen bei der staatlichen Exportförderung angewiesen ist, seit längerem keine Rede mehr sein.

Der VDMA-Großanlagenbau fordert die EU-Kommission auf, mit einer starken gemeinsamen Position der europäischen OECD-Mitglieder für einen praxistauglichen neuen Konsensus zu werben und steht bereit, seine praktische Expertise in den Reformprozess einzubringen. Dringend ist insbesondere die Erhöhung des derzeitigen deckungsfähigen Anteils an lokalen Kosten auf 50 % des Gesamtumfangs eines Exportauftrags. Mehr Informationen finden Sie hier

Risiko Mehrfachbesteuerung

Das Risiko der Mehrfachbesteuerung steigt signifikant. Leider hat Deutschland zu wenige Doppelbesteuerungsabkommen. Selbst wenn solche bestehen, kommt es, etwa durch die Erhebung von Quellensteuern auf die Einkünfte aus der Erbringung von technischen Dienstleistungen, zu oft zu einer Übermaßbesteuerung.

Der VDMA-Großanlagenbau fordert, neue Doppelbesteuerungsabkommen zügig zu verhandeln und praxisgerecht abzuschließen, um das Risiko der doppelten Besteuerung weltweit spürbar zu senken. Die steuerpolitischen Forderungen des VDMA Großanlagenbaus finden Sie hier

Digitalsteuer und  „Anti Tax Avoidance Directive“

Die Diskussion um eine neue Digitalsteuer ist komplex. Die Politik muss im Auge behalten, dass eine faire Besteuerung dasselbe Einkommen nur einmal besteuern darf. Das muss rechtssicher geregelt werden, um einen weiteren Anstieg von Doppelbesteuerungen zu vermeiden. Mehr Informationen finden Sie hier

Ferner sollte in der deutschen Umsetzung der europäischen „Anti Tax Avoidance Directive“ die Niedrigbesteuerungsgrenze von 25 % auf 15 % für die Hinzurechnungsbesteuerung nach dem Außensteuergesetz abgesenkt werden. Mehr Informationen zur ATAD-Umsetzung finden Sie hier